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Wanderparadies Frankenau - das Tor zum Nationalpark Kellerwald-Edersee -

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Frankenau. Das kleine Städtchen Frankenau am Rande des ersten Hessichen Nationalparks entwickelt sich immer mehr zum Wanderparadies der Region. Dem ambitionierten Wanderer stehen insgesamt 9 gekennzeichnete örtliche Rundwanderwege zur Verfügung. Die Durchgangswanderstrecken „Kellerwaldsteig“, Sauerlandweg ( X 6) des SGV, Barbarossaweg (X 8), Sternweg (X 1), Lulluspfad (X 16), Quernstweg und weitere Verbindungswege des HWGHV runden das umfangreiche Wegeangebot ab. Eine ideale Ergänzung dieses Wegenetzes stellen die Rundwanderwege im Stadtteil Altenlotheim und der anderen Nachbarorte dar. Zur Orientierung steht eine Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 und eine Wanderwegebeschreibung des Wander- und Heimatvereins Frankenau zur Verfügung.

 

Für den Nachweis ihrer körperlichen Aktivitäten können die Wanderer die Frankenauer Wandernadel erwerben.

 

Der örtliche Wanderweg Nr. 1 (4 km) stellt gleichzeitig den Wald- und Vogellehrpfad dar. Hier erhält der Wanderer einen  Einblick in den heimatlichen Waldbau und die Vogel- und Pflanzenwelt. Die Wichtelsteine (Konglomeratgestein) und ein Wildgehege mit Damhirschen sind weitere Sehenswürdigkeiten an diesem Wanderweg.

 

Der Wanderweg Nr. 3 (Historischer Wanderweg) führt auf insgesamt 10 Kilometern  zu historisch interessanten Stätten im Bereich Frankenau. Gleich zu Beginn dieses Wanderweges fällt auf, dass von Frankenau  bis zur Quernst, der Quernstweg und der neu ausgewiesene Kellerwaldsteig ebenfalls auf dieser Route laufen. Das Feriendorf Frankenau mit seinen umfangreichen Freizeitangeboten wird ebenfalls von diesem Wanderweg tangiert. Vom Wanderparkplatz "Euler" aus verläuft bis zur Quernst der von der Forstverwaltung angelegte „Waldhistorische Lehrpfad“  ebenfalls auf dieser Strecke.

 

Die alte historische Stätte „Quernst“ wo noch Reste der einstigen großen Kirchenanlage zu finden sind und die neu errichtete Quernstkapelle, bieten dem Wanderer sehr schöne Fernsichten bis ins Upland und zum Rothaargebirge. Auf dem weiteren Verlauf dieses Wanderweges können auch noch hervorragend erhaltene Grenzsteine betrachtet werden, die an den Grenzen von Hessen-Kassel, Hessen-Darmstadt und dem Fürstentum Waldeck aufgestellt wurden. Ja, sogar ein „Dreiherrenstein“ befindet sich auf dem „Talgang“. Die Hochfläche des „Himmelreichs“ war während des 7jährigen Krieges Schauplatz von Kampfhandlungen. Die Grabstätte des Unteroffiziers Johann-Just Dehnert zeugt von diesen Kampfhandlungen.

Das Gebiet um die „Quernst“ und das „Himmelreich“ lieferte früher umfangreichen Stoff für schaurige Erzählungen und Sagen.

 

Der Lengeltalweg (Wanderweg 5), ein ebenfalls sehr interessanter Wanderweg,  führt den Wanderer in das sehr schön gelegene Lengeltal mit seinen 5 Mühlen, auch „5-Mühlen-Tal“ genannt. Das Lengeltal ist fast komplett als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seltene Tier- und Pflanzenarten können hier je nach Jahreszeit bewundert werden. Auf dem weiteren Weg gelangt der Wanderer zur Burg „Hessenstein“, die s.Z. als Schutzburg im Edertal errichtet wurde. Heute befindet sich in den urigen Gemäuern eine Jugendherberge. Der einsam gelegene „Mengershof“ ist eine weitere Station auf dem Weg zurück nach Frankenau.

 

Für den Besucher des Nationalparks stellt auch der oben genannte „Quernstweg“  etwas besonderes dar. Gleich hinter der Quernst beginnt das Naturschutzgebiet „Ruhlauber“. In diesem großen, mit mächtigen Buchen bestockten, Schutzgebiet  wird seit etwa 20 Jahren kein Waldbau mehr betrieben. Der erste Schritt in Richtung „Urwald“ ist hier bereits sichtbar geworden. Die „Bathildishütte“, früher eine fürstliche Jagdhütte, lädt zu einer Rast auf den Weg nach Bringhausen am Edersee ein. Wege- und Taleinschnitte geben immer wieder den Blick frei auf die ausgedehnten  Waldungen des Nationalparkgebietes.

 

Eine Etappe des „Kellerwaldsteiges“, dem neu ausgewiesenen Wanderweg im Naturpark Kellerwald-Edersee, führt von Frankenau aus durch den Nationalpark nach Schmittlotheim. Auf diesem Weg, der über die „Quernst“, das „Kastaniendreieck“, das „Hainchen“, die „Baustelle“, den „Schornstein“ zum „Fahrentriesch“ und weiter in das „Elsebachtal“ bei Schmittlotheim führt kann man ermessen, warum dieses Gebiet zum Nationalpark erklärt wurde. Buchen aller Altersstrukturen, knorrige Eichen und auch Reste der ehemals großen Triescher mit seltenen Pflanzengesellschaften sind hier zu bewundern.

 

Die anderen ausgewiesenen Wanderwege im Raum Frankenau, die in das Sasselbachtal, zum Dülfershof, in das Wesetal, in den Steckenwald, zum Hunold, in das Treisbachtal oder nach Louisendorf  (Hugenottensiedlung) nach Altenlotheim oder nach Frebershausen führen, stellen weitere sehenswerte Landschaftsteile des Naturparks Kellerwald-Edersee vor.

Für das leibliche Wohl der Wanderer wird durch die örtlichen Gastronomen hervorragend gesorgt.

 

Broschüre Wanderwege